Kupferband für Bodenbelag
Kupferbänder für den Einsatz bei ableitfähigen oder elektrisch leitfähigen Bodenaufbauten. Bei WULFF erhalten Bodenleger selbstklebendes Kupferband für professionelle Ableitsysteme.
Kupferband im Bodenaufbau
Ein leitfähiges Kupferband stellt die elektrische Verbindung innerhalb eines ableitfähigen Bodenaufbaus her. Es wird in Verbindung mit einem geeigneten leitfähigen Klebstoff unter dem Bodenbelag eingebaut und zum Potentialausgleich geführt.
Dabei sind zwei Anwendungen zu unterscheiden:
- Kupferband zur Erdung ableitfähiger Böden: Bei ableitfähigen Böden verbindet das Kupferband den Boden mit dem Potentialausgleich. Dafür reichen je nach Aufbau einzelne Kupferbandstreifen.
- Kupferband als Leitfähigkeitsnetz: Bei leitfähigen Böden kann zusätzlich ein Netz aus Kupferband unter dem Belag nötig sein. So wird die elektrische Ladung über die gesamte Fläche abgeleitet.
Erdungsband für Bodenbelag mit leitfähigem Klebstoff kombinieren
Das Kupferband ersetzt keinen leitfähigen Klebstoff. Beide Komponenten übernehmen unterschiedliche Aufgaben.
Der Klebstoff stellt den elektrischen Kontakt zwischen Bodenbelag und leitfähiger Ebene her. Das Erdungsband im Bodenbelag führt die elektrische Ladung anschließend zum vorgesehenen Erdungspunkt beziehungsweise Potentialausgleich.
Selbstklebendes Kupferband sauber in die Fläche einarbeiten
Selbstklebendes Kupferband erleichtert die Positionierung auf dem vorbereiteten Untergrund. Es muss glatt aufliegen und zuverlässig in den späteren leitfähigen Aufbau eingebunden werden.
Knicke, hochstehende Stellen oder schlecht haftende Abschnitte können sich im weiteren Aufbau störend auswirken. Außerdem sollte bei einem geplanten Leitfähigkeitsnetz Verlauf und Erdungspunkte bereits vor dem Klebstoffauftrag feststehen. Nachträgliche Änderungen sind deutlich aufwendiger.
Leitfähig, ableitfähig und antistatisch nicht gleichsetzen
Ein antistatischer Boden reduziert vor allem die elektrostatische Aufladung beim Begehen. Ein ableitfähiger Boden geht einen Schritt weiter: Er führt entstehende elektrische Ladungen gezielt über den Bodenaufbau zur Erde ab. Leitfähige Böden besitzen einen noch geringeren elektrischen Widerstand und werden dort eingesetzt, wo besonders hohe Anforderungen an die Ableitung bestehen.
Kupferband wird deshalb vor allem bei ableitfähigen und leitfähigen Bodenaufbauten eingesetzt. Ob einzelne Erdungsstreifen ausreichen oder ein Leitfähigkeitsnetz erforderlich ist, hängt vom geplanten System ab.
Häufige Fragen zu Kupferbänder
Muss unter jedem ableitfähigen Boden ein komplettes Kupferband-Gitter verlegt werden?
Nein. Bei elektrostatisch ableitenden Belägen kann je nach System eine Erdung über einzelne Kupferbandanschlüsse ausreichen. Ein zusätzliches Leitfähigkeitsnetz wird vor allem bei elektrisch leitfähigen Systemen beziehungsweise entsprechend geplanten Sonderbereichen benötigt.
Wo wird das Kupferband im Bodenaufbau verlegt?
Das Kupferband liegt in der Regel auf dem vorbereiteten Untergrund und unter dem Bodenbelag. Es wird so in die leitfähige Ebene eingebunden, dass eine durchgehende elektrische Verbindung zwischen Belag, leitfähigem Klebstoff beziehungsweise Vorstrich und Erdungsanschluss entsteht. Die genaue Position richtet sich nach dem vorgesehenen Verlegesystem.
Warum wird Kupfer als Erdungsband verwendet?
Kupfer besitzt eine sehr hohe elektrische Leitfähigkeit und lässt sich als dünnes Band problemlos unter Bodenbelägen einbauen. Dadurch kann es elektrische Ladungen aus dem leitfähigen Bodenaufbau sammeln und zum vorgesehenen Potentialausgleich weiterführen.
Darf man als Bodenleger das Kupferband selbst erden?
Als Bodenleger können Sie das Kupferband nach Verlegeplan einbauen und die Anschlussfahne vorbereiten. Der Anschluss an den elektrischen Potentialausgleich gehört jedoch zur Elektroinstallation und muss durch eine entsprechend qualifizierte Elektrofachkraft erfolgen.
Was passiert, wenn mehr Kupferband als vorgeschrieben verlegt wird?
Mehr Kupferband verbessert die Ableitfähigkeit nicht automatisch. Ist die elektrische Verbindung des Systems bereits ausreichend hergestellt, bringt ein dichteres Kupferbandnetz in der Regel keinen zusätzlichen Nutzen.